Für meine Assemblage wollte ich Reserveweine bis zurück zu den Jahrgängen 1991 und 1993 verwenden – Jahrgänge von tiefer persönlicher Bedeutung. 1991 wurde meine Tochter Marie-Luise geboren, zwei Jahre später folgte Katharina. Kein Zufall, dass ausgerechnet diese Flaschen all die Jahre auf der Hefe im Sektkeller gereift sind.
Weitere prägende Jahrgänge – 2000, 2006 und 2017 und einige mehr – vervollständigen eine Komposition, die meine Geschichte erzählt: mit Eleganz, Kraft und Tiefe. 2018 haben wir das „Lebenswerk“ cuvéetiert: gereifte Sekte geöffnet, mit frischen Grundweinen vereint, auf die Flasche gebracht – und dann acht Jahre Geduld geübt. Der älteste Anteil lag 33 Jahre lang auf der Hefe. Die Rebsorten – Pinot Noir, Chardonnay, Pinot Meunier, Pinot Blanc und Riesling – stehen für das ganze Spektrum unseres Sektguts.
Heute erfüllt es mich mit tiefer Dankbarkeit, dass diese Cuvée eine ganze Zeitspanne meines Sektmacher-Lebens umfasst: von der Geburt meiner Töchter bis zu dem Moment, in dem ich mein Lebenswerk in ihre Hände lege. Und doch überrascht mich dieser Sekt immer wieder – trotz des hohen Anteils gereifter Reserveweine bewahrt er eine bemerkenswerte Frische. Eine Frische, die mich an das erinnert, was meine Töchter seit Jahren einbringen: neue Ideen, neue Perspektiven und eine Leidenschaft, die meiner in nichts nachsteht.